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Ehrenamtliche Wildvogelhilfe benötigt dringend Unterstützung

Seit mehreren Jahren kümmert sich Angela Schulz ehrenamtlich um in Not geratene Singvögel. Sie ist eine erste Anlaufstelle für im Stadtgebiet gefundene Vögel, die dringend Hilfe benötigen. Jetzt braucht auch Angela Schulz Unterstützung.

Für ihr verdienstvolles Engagement wurde Angela Schulz 2016 mit dem Naturschutzpreis der Stadt Kassel ausgezeichnet. Da die engagierte Naturschützerin zeitlich und finanziell an ihre Grenzen kommt, werden jetzt weitere ehrenamtlich motivierte Personen gesucht, die Angela Schulz bei ihrer Arbeit helfen möchten oder die Wildvogelhilfe durch eine finanzielle Spende unterstützen. 

Ob zu früh aus dem Nest gefallen oder durch Unfälle verletzt: Die Tiere werden bei Angela Schulz solange gesund gepflegt, bis sie artgerecht wieder ausgewildert werden können. Tiere, die aufgrund von dauerhaften Verletzungen nicht wieder in die Freiheit entlassen werden können, vermittelt sie an entsprechend qualifizierte Pflege- und Aufzuchtstellen in der Region und stellt die notwendigen Kontakte her. 

Neben der umfangreichen Zeit, die sie für die Aufzucht und Pflege zur Verfügung stellt, investiert sie viel Zeit, um die "Vogelfinder" auch zu allgemeinen Themen rund um den Schutz von Wildvögeln und dem aktuellen Artenschwund zu informieren. Dazu gehört auch die Aufklärung über falsch verstandene Tierliebe. Denn oftmals werden sogenannte "Ästlinge", die von den Eltern noch am Boden gefüttert werden, bei ihr als vermeintlich verlassene Jungvögel abgegeben. 

Die Arbeit von Angela Schulz wird von Seiten der Stadt als ein sehr praktischer und wichtiger Beitrag für den ethisch und ökologisch motivierten Tierschutz gewertet, sagt Dr. Anja Starick, die Leiterin des Umwelt- und Gartenamts: "Sie füllt eine wichtige Lücke zwischen der Arbeit der Naturschutzverbände und dem behördlichen Naturschutz, indem sie eine konkrete Anlaufstelle für Bürger bietet, die in Not geratene Jungvögel gefunden haben. Aus diesem Grund hat Frau Schulz 2016 den Naturschutzpreis der Stadt Kassel erhalten." 

Lebensraumverlust und Nahrungsarmut sind wesentliche Gründe, warum es Vögel in der Stadt schwer haben. "Es gibt noch viel Potenzial, um auf privaten Grundstücken, Grünflächen und Vorgärten durch den Erhalt alter Bäume, durch die Pflanzung von Sträuchern oder dem Anlegen von abwechslungsreichen Blühflächen das Nahrungsangebot für Insekten und Vögel zu verbessern und Nistmöglichkeiten zu schaffen", erläutert Uta Sarrazin von der Unteren Naturschutzbehörde. "Künstliche Nisthilfen können zusätzlich unterstützen." Angela Schulz ergänzt: "Vögel in der Stadt dürfen auch gerne ganzjährig gefüttert werden. Aber bitte nur mit wertigen Sämereien, kein Fettfutter. Nicht jedes Futter aus dem Baumarkt ist geeignet. Außerdem freuen sich Vögel über Wasserschalen im Garten, wobei das Wasser täglich gewechselt werden sollte." 

Unterstützung gesucht

Nun hat sich Angela Schulz an die Öffentlichkeit gewandt, da sie trotz Unterstützung durch ihren Mann und ihrer beiden Kinder zeitlich und finanziell an ihre Grenzen kommt. Die monatlichen Kosten für Futter und tierärztliche Versorgung werden überwiegend privat aufgewendet und der eigene Schlaf- und Tagesrhythmus wird von den Fütterungsintervallen der Jungvögel bestimmt. Urlaub ist kaum möglich, da in den Sommermonaten die meisten Vögel abgegeben werden. 

Gerade im Juli ist unter anderem wegen der hungrigen Mauersegler besonders viel Futter vonnöten. Die Fixkosten betragen in diesem Monat bis zu 500 oder sogar 600 Euro, weil für die Aufzucht der Vögel spezielles Futter benötigt wird. 

Derzeit versorgt Angela Schulz 30 Vögel, darunter viele Mauersegler. Pro Jahr sind es etwa 300 Tiere, die sie liebevoll umsorgt. In der Wohnung, im Garten sowie im eigens hierfür gepachteten Schrebergarten hat sie spezielle Boxen und Volieren aufgestellt. Zudem finden frisch geschlüpfte, aus dem Nest gefallene Vögel in einem Brüter bei einer konstanten Temperatur von 34° C ein neues Zuhause und gute Überlebenschancen. Für sie hat Schulz einen eigenen Futterbrei entwickelt, den sie mit einer Einwegspritze – natürlich ohne Nadel – verabreicht. 

Angela Schulz würde ihr Wissen gerne weitergeben und freut sich über Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich für diese Art des Naturschutzes begeistern. Sie würde sie professionell anleiten und ihr mittlerweile profundes Wissen weitergeben. Deshalb werden jetzt ehrenamtlich motivierte Personen gesucht, die auf die eine oder andere Art und Weise tatkräftig mithelfen möchten oder die ihre Wildvogelhilfe durch eine finanzielle Spende unterstützen. Für Anja Starick und Uta Sarrazin steht fest: "Toll, dass wir Frau Schulz haben und auf ihre wertvolle Arbeit bauen können! Deshalb wünschen wir ihr, dass sich weitere Menschen diesem ehrenamtlichen Engagement anschließen." 

Wer mit Angela Schulz in Kontakt treten möchte, kann einfach eine E-Mail an hippedoleicloudcom senden.

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