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Sicherheit durch Rücksicht vor Kasseler Kitas und Schulen

Seit gut einer Woche ist wieder Leben in den Kasseler Schulen und Kindertagesstätten. Zum Schulstart appellieren Schuldezernentin Ulrike Gote und Verkehrs- und Ordnungsdezernent Dirk Stochla an alle Verkehrsteilnehmer, im Umfeld von Schulen und Kitas besondere Rücksicht auf die Kinder zu nehmen.

Oftmals sei zu beobachten, dass gute Vorsätze für ein rücksichtsvolles Verhalten nach einigen Tagen wieder in Vergessenheit geraten sind. Insbesondere an die Eltern selbst richten Gote und Stochla die Bitte, im Sinne der Sicherheit nicht in unmittelbarer Nähe von Kitas und Schulen zu parken und damit gefährliche Situationen zu provozieren. Eltern sollten ihre Fahrzeuge in ausreichendem Abstand abstellen und ihre Kinder – wenn es noch nicht geübt ist – gegebenenfalls die letzten Meter begleiten.  

Zu Fuß zu gehen, tut jedem Kind gut

Zudem verweisen sie auf das gute ÖPNV-Angebot in Kassel. „Es tut jedem Kind gut, den Weg zur Kita und zur Schule gemeinsam mit den Eltern zu Fuß zurückzulegen – gerade auch weil Bewegung gesund ist“, sagt Bildungsdezernentin Gote. „Nach entsprechender Übung des Weges können Kinder ihren Schulweg auch alleine bewältigen.“ 

Es obliege den Eltern, mit ihren Kindern den Schulweg zu trainieren und das sichere Verhalten im Straßenverkehr sorgfältig zu üben. „Wenn man Kinder ständig mit dem ,Elterntaxi‘ fährt, bringt man sie um wichtige Erfahrungen und trägt dazu bei, dass die selbständige Mobilität von Schulkindern verloren geht. Machen Sie Ihre Kinder stark und trauen Sie ihnen etwas zu!“, betont Gote.  

Eltern kommt Vorbildfunktion im Verkehr zu

Sicherlich gebe es Situationen, in denen Kinder auch einmal mit dem Auto gebracht werden müssten, so Verkehrsdezernent Stochla. „Gerade weil Eltern aber auch eine Vorbildfunktion haben, ist es sehr wichtig, dass sie die Verkehrsregeln befolgen und auch nicht nur mal kurz auf Gehwegen halten oder etwas schneller zur Schule fahren.“ Nicht selten komme es gerade durch regelwidriges Anhalten und riskante Fahrmanöver vor Grundschulen und Kitas zu gefährlichen Situationen. 

Im Zentrum zu Recht geahndeter Verstöße vor Kitas und Schulen stehen vor allem das Parken auf Feuerwehrzufahrten, auf Überwegen, Gehwegen oder im absoluten Halteverbot, das Parken in der zweiten Reihe und weitere gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr. Zwar weise die Stadt sowie auch die Leitungen von Schulen und Kitas immer wieder darauf hin, dennoch seien derlei Verstöße jedes Jahr aufs Neue zu beobachten. 

Null Toleranz bei Verstößen, wenn es um Sicherheit der Kinder geht

„Kontrollen vor Kitas und Schulen bleiben leider weiter notwendig“, so Stochla. Dabei handelten Mitarbeitende des Ordnungsamtes stets mit Augenmaß. „Aber wenn es um die Sicherheit der Kinder geht, gilt bei schwerwiegenden Verstößen null Toleranz!“, macht Stochla klar.  

„Größtmögliche Sicherheit im Straßenverkehr gerade für die kleinsten Verkehrsteilnehmer ist und bleibt unser stetiger Auftrag. Dabei sind übrigens nicht nur Behörden gefordert, sondern alle Verkehrsteilnehmer – die mit anderem Ziel einfach nur vorbeifahren, genauso wie Eltern, die ihre Kinder zur Kita oder Schule bringen. Wir alle haben es durch umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr in der Hand, andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen“, heben Gote und Stochla hervor. 

Hintergrund – Tempo vor 145 Kitas und 61 Schulen überprüft

Erst kürzlich hat die Straßenverkehrsbehörde die Standorte der insgesamt 145 Kindergärten und Kindertagesstätten sowie 61 Schulen im Stadtgebiet überprüft. In Abstimmung mit der Polizei wurde dabei festgestellt, dass der Großteil bereits in Tempo 30-Zonen liegt. Nach der Überprüfung ist aber auch vor mehreren Schulen und Kitas die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert worden.  

In Folge der Überprüfung war zum Beispiel auf der Querallee zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Wilhelmshöher Allee eine flächendeckende Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h vorgenommen worden. Dort befinden sich drei schutzwürdige Einrichtungen in unmittelbarer Nähe zueinander: Die Kita „Die Kurzen“, die Luisenschule sowie eine Seniorenwohnanlage. „Für die Sicherheit schöpfen wir den Handlungsspielraum voll aus, den uns die Straßenverkehrsordnung für besonders schutzbedürftige Einrichtungen bietet“, sagt Stochla.

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