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Gedenktafeln in Kassel

Kassel in Trümmern; © Stadt Kassel; Stadtarchiv

Zur Erinnerung an die Gewaltherrschaft 1933 - 1945

Im Gedenken an die Opfer von Rassismus und Nationalismus

In Ausführung des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung, die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus in Kassel wachzuhalten, hat die Stadt Kassel historische Stätten ausgewählt und dort Gedenktafeln anbringen lassen.  

Die Geheime Staatspolizei Kassel

Im Jahre 1933 befand sich die Staatspolizeistelle für den Regierungsbezirk Kassel im damaligen Polizeipräsidium. Die Geheime Staatspolizei verhaftete, verhörte und misshandelte tausende Unschuldige ...mehr

Das Haus der Arbeiterwassersportler

Das Gebäude wurde von Arbeiterwassersportlern selbst errichtet und diente als Vereinshaus. 1933 beschlagnahmten die Nazis das Haus. SS-Angehörige folterten hier Regime-Gegner aus den Reihen der Arbeiterbewegung ...mehr

Das Gewerkschaftshaus

Das Gewerkschaftshaus in der Spohrstraße wurde bereits 1933 von einer großen Menge von Nazis gestürmt und verwüstet. Inhaftierung, Entlassung und/oder Misshandlung einzelner engagierter Gewerkschafter folgten ...mehr

Die Strafanstalt Wehlheiden

In der Strafanstalt Wehlheiden wurden in der Nazizeit zahlreiche Unschuldige aus politischen und rassischen Gründen inhaftiert: Gegner des Regimes, unerschrockene Kritiker, Helfer und Retter verfolgter Menschen ...mehr

Die Synagoge

In der Unteren Königsstraße stand die im Jahre 1839 fertig gestellte große Synagoge der Jüdischen Gemeinde. Am 7. November 1938 zerstörten Nazis als Einbrecher und Räuber die Synagoge im Innern und steckten Gebetrollen und Kultbücher in Brand. ...mehr

Das Sammellager für die Deportationen

In der Turnhalle der Bürgerschulen richtete die Gestapo Kassel ab November 1941 ein Sammellager für Juden aus dem Regierungsbezirk Kassel ein. Vor der Deportation wurden die Menschen von hier zum Hauptbahnhof geführt ...mehr

Der Aschrottbrunnen

Am 9. April 1939 wurde die Brunnenanlage, diffamiert als "Judenbrunnen", durch nationalsozialistische Aktivisten zerstört. Als "offene, nicht heilende Wunde" ist der Aschrottbrunnen von Dr. Horst Hoheisel heute ein Ort der Erinnerung inmitten der Stadt ...mehr

Die Bürgersäle

An der Oberen Karlsstraße befand sich die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Gaststätte »Bürgersäle«, ein Versammlungslokal von NSDAP und SA. In den Kellergewölben misshandelten und demütigten die Nazis Sozialdemokraten, Kommunisten oder Gewerkschafter ...mehr

Der Massenmord an den italienischen Kriegsgefangenen

Wenige Tage vor Ende des Krieges, am 31. März 1945, wurden 79 Unschuldige – ein Russe und 78 Italiener – von einem Kommando der Kasseler Gestapo auf dem Gelände des Bahnhofs Wilhelmshöhe ermordet ...mehr

Zum Gedenken an die Kasseler Sinti und Roma

In Kassel mussten die Sinti ab 1937 in einem bewachten, mit Stacheldraht umzäunten Lager auf der Wartekuppe in Niederzwehren leben, das sie nur zur Arbeit verlassen durften. Um die Jahreswende 1939/40 wurden die Sinti von dort abtransportiert ...mehr

Soldaten zwischen Verweigerung und Widerstand

Ehrenmal an der Schönen Aussicht für die umgekommenen Soldaten beider Weltkriege; darunter eine Gedenktafel für die, die den Kriegsdienst für die NS-Gewaltherrschaft verweigerten ...mehr

Gedenkorte in Kassel

Gleis 13/14: Das Gedächnis der Gleise

Zwischen 1941 und 1942 wurden etwa 2500 jüdische Kinder, Frauen und Männer vom Gleis 13 des damaligen Kasseler Hauptbahnhofs deportiert. Ihnen soll nun an dem historischen Ort gedacht werden. ...mehr

Mahnmal für alle im "Dritten Reich" Deportierten und Ermordeten

Das Mahnmal von E. R. Nele wurde 1985 auf dem Hochschulgelände aufgestellt. Es erinnert an die Deportationen in die Vernichtungslager und an die Millionen Zwangsarbeiter, die auf dem Schienenweg nach Deutschland »transportiert« wurden ...mehr

Ehrenmal für die Opfer des Faschismus

Das Mahnmal trägt die Widmung „Den Vernichteten“. Es soll die Kasseler Bürger ehren, die aus politischen, religiösen und rassistischen Gründen verfolgt wurden; insbesondere die KZ-Insassen, Bombenopfer und Soldaten, die gegen Gewalt und Diktatur für die Demokratie und den Frieden kämpften ...mehr

Die Broschüre "Orte der Erinnerung und Mahnung - Kassel 1933 - 1945" ist ein deutscher und englischer Sprache im Stadtarchiv erhältlich.

Weitere Gedenkstätten

1. Mahnmal für die Opfer des Faschismus im Murhard-Park an der Weinbergstraße. »Den Vernichteten 1933–1945« gewidmet.
 

2. Gedenkstein für die Kasseler Juden - Die in hebräischer und deutscher Sprache verfasste Inschrift lautet: »Der Jüdischen Gemeinde in tiefer Trauer um die Opfer der Schreckensjahre 1933- 1945 gewidmet von der Stadt Kassel.«

3. Denkmal für die Zwangsarbeiter - Während des Zweiten Weltkrieges wurden hunderte ausländische Zwangsarbeiter, die bei den Luftangriffen ums Leben gekommen waren, auf dem Jüdischen Friedhof begraben. Im Jahre 1960 bettete man die Gebeine der Russen, Tschechen, Bulgaren, Polen und Rumänen auf den christlichen Friedhof in Bettenhausen auf der anderen Straßenseite um. In diesem Jahr errichtete der Bildhauer und Restaurator Heinz Wiegel das Mahnmal und die Gedenksteine mit den Namen der Toten.

4. Der »Mahnende Engel« an der Brüderkirche -  Vom Gesamtverband der evangelischen Kirchengemeinden in Kassel im November 1958 als »Erinnerungsmal an die Opfer der Bombenangriffe in Kassel« errichtet, geschaffen von Professor Kurt Lehmann.

5. Gedenkstein für Adam von Trott zu Solz - Im Zusammenhang mit der Einweihung der »Adam-von-Trott-zu-Solz-Siedlung« am Warteberg wurde im Juni 1960 ein Gedenkstein für den Namensgeber der Siedlung enthüllt. Der Stein trägt den Satz »Er starb für die Freiheit«.

6. »Gedenksteinsammlung« - Auf dem Kasseler Hauptbahnhof erinnert ein Gepäckwagen des Künstlers Horst Hoheisel an die Deportationen der Juden aus Kassel 1941 und 1942. In Kästen sind Erinnerungen von Kasseler Schülern und anderen Menschen an die Ermordeten deponiert.

7. Gedenktafel für die Gestapo-Opfer - Auf dem Wehlheider Friedhof befindet sich die Gedenktafel, die an die zwölf am 30. März 1945 ermordeten Insassen der Strafanstalt Wehlheiden erinnert. Sie befindet sich neben der Gedenkstätte für die Opfer der Luftangriffe.

Veröffentlicht am:   19. 01. 2017  


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