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30 Jahre Frauenbuero der Stadt Kassel

Frauenempfang am 14. Juni 2014 - Festvortrag Barbara Stolterfoht

Frauenbewegung in Kassel
-Der Marsch durch die Institutionen -

...und so fing alles an...
Am 1. April 1984 trat ich im Rathaus der Stadt Kassel meine Stelle als Frauenbeauftragte an, als erste in Hessen und dritte in der Bundesrepublik. Mein erster, nachhaltiger Eindruck: Das Büro war leer, nur ein einsamer Bleistift hatte sich auf meinen Schreibtisch verirrt. Wie sich bald herausstellte war diese Leere nicht nur in meinem Büro, sondern auch in der Vorstellungswelt meiner Kolleginnen und Kollegen in der Stadt Kassel, insbesondere bei den Spitzen der Verwaltung. Niemand wusste so recht, was man mit mir eigentlich anfangen sollte. Es gab, anders als im Rathaus sonst üblich, keine Arbeitsplatzbeschreibung, sondern nur einen eher wenig aussagekräftigen Stadtverordnetenbeschluss, den inzwischen historisch gewordenen Beschluss Nr. 309:
Die Frauenbeauftragte "arbeitet ...mit dem Ziel, die Frauendiskriminierung abzubauen. Sie  wirkt darauf hin, das verfassungsrechtliche Gebot der Gleichstellung von Frau und Mann zu   erfüllen."
Nun kann man sich zurecht fragen: warum schafft eine Stadt, die damals eher arm war, ein Frauenbüro mit drei Stellen, wenn sie nicht genau weiß, was man damit anfangen soll? Der Grund ist einfach: die   Einrichtung dieser Stellen war eine politische Entscheidung, zustande gekommen nicht auf Vorschlag der Verwaltung, sondern auf Druck. Und dieser Druck ging von den hervorragend organisierten Frauen innerhalb und außerhalb des Rathauses aus.

Hinweis: Der ausführliche Festvortrag ist in der angehängten pdf zu lesen.

Festvortrag Barbara Stolterfoht 14. Juni 2014

Veröffentlicht am:   04. 03. 2015  


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