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Kulturhauptstadt Europas 2010 - Bewerbungsprozess Kassels 2002 bis 2006

2001
Im Februar 2001 verkündeten Oberbürgermeister Georg Lewandowski und Kulturdezernent Thomas-Erik Junge, dass Kassel sich für die nächste Möglichkeit einer deutschen Stadt als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2010 bewerben will. Gleichzeitig warben sie für Unterstützung bei der Hessischen Landesregierung und den Kasseler Bürgern.

2002
Die Stadt Kassel konnte den Kulturberater Reinhart Richter für die Begleitung der Bewerbung gewinnen. Gemeinsam mit ihm veranstaltete das Kulturamt zahlreiche Konferenzen, Workshops und Präsentationen, durch die viele Kasseler in den Bewerbungsprozess einbezogen wurden. 

Bereits im Dezember 2002 trugen mehr als 200 interessierte Bürger im Rahmen einer Open-Space-Konferenz erste Ideen und Zukunftsvisionen für Projekte zusammen.; © Stadt Kassel; Kulturamt
Bereits im Dezember 2002 trugen mehr als 200 interessierte Bürger im Rahmen einer Open-Space-Konferenz erste Ideen und Zukunftsvisionen für Projekte zusammen.

2003
Im Februar fand die Ideenbörse in der documenta-Halle statt. 75 Projekte aus allen kulturellen Sparten stellten sich der öffentlichen Diskussion. 

Thematische Grundlagen für die Bewerbung wurden in mehreren Leitlinien-Workshops festgelegt und mit dem Magistrat abgestimmt.  

Im Mai präsentierte sich Kassel unter dem Titel Hauptstadtbesuch mit Kasseler Künstlern und Vertretern des Kassel-Beirates in der Hessischen Landesvertretung in Berlin.

Graz, die Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2003, konnte für eine Präsentation in Kassel gewonnen werden. Die Österreicher waren im Juni mit ihrem Kultur-Taxi und mit einem speziellen Heißluftballon in Kassel zu Gast. 

2004
Die Stadt Kassel übergab ihre Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2010 am 29. März 2004 an den Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und den Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, im Rahmen einer großen Feier im Staatstheater Kassel. 

Im Juli 2004 wurde die Kasseler Kulturhauptstadtbewerbung von der Hessischen Landesregierung, vertreten durch den Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst im Europasaal des Auswärtigen Amtes an die Staatsministerin Kerstin Müller weitergereicht.

2005
Für die Kasseler Kulturhauptstadtbewerbung war es einer der wichtigsten Termine: die siebenköpfige Expertenjury, die dem Bundesrat zwei bis vier Städte empfehlen wird, war am Sonntag, dem 20. Februar zu Besuch, um sich ein Bild von der Stadt und vom Kasseler Bewerbungskonzept zu machen.  

Am 10. März 2005 wurde von der Kultusministerkonferenz das Urteil der unabhängigen Expertenjury über die nationale Entscheidung verkündet: Essen (für das Ruhrgebiet) und Görlitz wurden für die nächste Runde im Bewerbungsverfahren nominiert.

2006
Die Stadt Essen im Ruhrgebiet wird Europäische Kulturhauptstadt 2010. Diese Entscheidung hat die EU-Jury am 11. April 2006 in Brüssel bekannt gegeben. Das ostdeutsche Görlitz kam auf den zweiten Platz. Der Vorsitzende der Jury betonte, beide Bewerber hätten ausgezeichnete Konzepte vorgelegt.

Nachhaltige Stadtentwicklung
Der stadtgesellschaftliche Aufbruch und die Entwicklung der Museumslandschaft waren die zentralen Themen bei der Kulturhauptstadtbewerbung Kassels. Trotz der Vergabe des Titels an Essen hat sich die Stadt Kassel dazu verpflichtet, den im Rahmen der Bewerbung angeschobenen Prozess der Stadtentwicklung weiter voranzutreiben und die Neuordnung der städtischen Museenlandschaft aktiv umzusetzen. 

Auch in der freien Kulturszene Kassels wurden durch die Kulturhauptstadt-Bewerbung wichtige Impulse gesetzt. So ist, neben vielen Ideen und Projekten, u.a. der Verein Kulturnetz Kassel aus dem Bewerbungsprozess hervorgegangen.

Veröffentlicht am:   05. 02. 2015  


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