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Schriftzug Kassel im Wandel zur Kulturhauptstadt Europas 2025; © Stadt Kassel

Eine beeindruckende Resonanz hat der Auftakt des Kasseler Weges zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 am Samstag, 28. Oktober, im KulturBahnhof der Stadt gefunden. Zu einem Familienfest unter dem Motto "REISEZIEL: EUROPA" kamen über tausend Menschen - Kinder, Erwachsene, Ältere, junge Menschen und Junggebliebene, darunter zahlreiche Mitglieder der rund 163 unterschiedlichen Nationen, die in Kassel leben. 

Famileie am Bahnhof mit Schriftzug Reiseziel: Europa; © COLOURBOX

Der erste Schritt - mit Rückenwind aus der Vergangenheit

Es war der erste Schritt des Dialogs mit den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Kasseler Kulturhauptstadtbewerbung. Während des Festes wies Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle auf die Bedeutung der Teilnahme und Teilhabe beim Kasseler Weg zur Kulturhauptstadt hin. "Auf dieser Reise können wir gemeinsam unsere Stadt der Zukunft gestalten, sie zu einem liebenswerten Zuhause für alle Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie als europäische Kulturstadt weiterentwickeln", sagte er. Kassel greife zudem auf sehr positive Erfahrungen aus dem ersten Bewerbungsprozess 2001 bis 2005 zurück. So seien beispielsweise die GRIMMWELT Kassel und die Verleihung des Prädikats Weltkulturerbe für den Bergpark Wilhelmshöhe sowie die Neuordnung der traditionsreichen Museumslandschaft, aber auch die Bewusstwerdung der weiteren kulturellen Stärken der Stadt aus ihr hervorgegangen. Kassel sei heute eine der bedeutendsten Kulturstädte in Deutschland.

Das Europäische an und in Kassel sichtbar machen, war jetzt das Credo der Auftaktveranstaltung "REISEZIEL: EUROPA" für die erneute Bewerbung für das Jahr 2025. Denn in den aktuell geltenden Regularien wird das Bewerbungsprogramm auch als ein Motor für langfristige kulturpolitische und stadtplanerische Projekte verstanden, gefordert wird eine erkennbare Nachhaltigkeit im Bewerbungskonzept der einzelnen Städte und Regionen. Zielsetzung des Kasseler Weges ist es nun, die Stadt im europäischen Kontext neu zu verankern, zentrale Fragen des Zusammenlebens zu klären, die Zukunft gemeinsam zu gestalten sowie die kulturelle Vielfalt zu stärken.

"Die kulturellen Akteure, Vereine und Institutionen, die Kassel zu einer so außergewöhnlichen Kulturstadt machen, haben sich auf sehr engagierte Weise mit auf die Reise mit Ziel Europa gemacht und gemeinsam mit der Stadt ein tatsächlich begeisterndes Programm gestaltet", sagte Kassels Kulturdezernentin Susanne Völker, die gleichzeitig allen Beteiligten ihren Dank aussprach.

Die Reise geht weiter - "Kulturhauptstadt on the Road"
Auch anschließend geht der Kulturdialog der Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern öffentlich weiter, wenn er in den Kasseler Stadtteilen fortgesetzt wird. Unter dem Titel "Kulturhauptstadt on the Road" wird das Kulturhauptstadtbüro den Bürgerinnen und Bürgern in den Kasseler Stadtteilen bei Terminen in den Jahren 2017 und 2018 Einblicke in den Bewerbungsprozess geben sowie wichtige Teilabschnitte skizzieren. In gemeinsamen Gesprächen sollen die Ideen, Wünsche und Anregungen der Stadtteilbewohner für Kassel als europäische Kulturhauptstadt 2025 festgehalten werden. Auch erste Projektideen aus den Stadtteilen nimmt das Kulturhauptstadtbüro bei dieser Gelegenheit entgegen.

Alle Informationen zur Kulturhauptstadt-Bewerbung


Der Titel "Kulturhauptstadt Europa"

Die Europäische Union verleiht seit 1985 jährlich den Titel "Kulturhauptstadt Europa" ("European City of Culture") und zeichnet damit Städte aus, die durch ihr kulturelles und kreatives Potential herausstechen und es gleichzeitig verstehen, Europa in seiner Vielfalt sowie kulturellen Einheit zu repräsentieren.

"Dank der außerordentlich dynamischen wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung in den letzten Jahren hat Kassel zu einem neuen Selbstbewusstsein gefunden und kann sich neuen Herausforderungen stellen. Und eine neue Herausforderung könnte die Bewerbung um den Titel ‚Kulturhauptstadt Europas 2025‘ sein", hatte es der scheidende  Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen formuliert. Bei der offiziellen Feier zur Amtsübergabe hat sein Nachfolger Christian Geselle daran angeknüpft und die Perspektive der Kulturhauptstadt als eines seiner zentralen Vorhaben genannt.

Plakat_Kassel_Hildesheim; © Stadt Kassel

Soll sich die Stadt Kassel erneut bewerben?
Im Jahr 2025 wird zum vierten Mal in der Geschichte der Initiative Deutschland einen Vertreter stellen. Der Titel hierfür wird im Jahr 2018 ausgeschrieben und im Jahr 2020 beschieden. In den aktuell geltenden Regularien wird das Programm auch als ein Motor für langfristige kulturpolitische und stadtplanerische Projekte verstanden und eine erkennbare Nachhaltigkeit im Bewerbungskonzept der einzelnen Städte/Regionen gefordert. Kassel sieht darin eine Chance, denn eine neue Bewerbung eröffnet die Möglichkeit, noch nicht ausgeschöpften Entwicklungspotenzialen in der Stadt Schub zu verleihen.

Der Weg zur Bewerbung: 
Dass die Vorbereitungen zur Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas fortgesetzt werden soll, hat der Magistrat bereits beschlossen und an die Stadtverordnetenversammlung weitergeleitet. Mit großer Mehrheit aller Fraktionen hat die Stadtverordnetenversammlung am 14. November 2016 beschlossen, die Bewerbung der Stadt Kassel zur Kulturhauptstadt Europas 2025 weiter vorzubereiten. Die endgültige Entscheidung über die Einreichung der Bewerbung kann die Stadtverordnetenversammlung voraussichtlich 2018 treffen.

Anlage zum Beschluss der Stadtverordnetenversammlung

Intern sind bereits viele Vorabreiten geleistet worden, ist ein intensiver Arbeitsprozess in Gang gekommen, für den viele Stimmen und Meinungen eingefangen worden sind. Um eine fundierte Grundlage zu haben, hat die Stadt eine Kulturlandschaftsanalyse beauftragt.

Zeitstrahl mit den Terminen auf dem Weg zur Kulturhauptstadt; © Stadt Kassel

Kultur als DNA
„Kultur wird in dem Programm weniger als Ereignis oder Kulturerbe verstanden, sondern vielmehr als ein strukturgebendes Gewebe, das die Bereiche Bildung, Wirtschaft, Gesundheit, Soziales, Politik, Stadtplanung und andere durchzieht und miteinander verbindet“, sagt die Leiterin des mit der Vorbereitung der Kulturhauptstadtbewerbung beauftragten städtischen Kulturamtes, Dorothée Rhiemeier.

„Kultur ist die DNA einer Stadt. Sie bietet die Chance, die Stadt neu zu denken, um zukunftsweisende Programme, interdisziplinäre Projekte und eine nachhaltige Stadtentwicklung insgesamt zu unterstützen oder auf den Weg zu bringen“, sagt Rhiemeier. Das Programm der Europäischen Kulturhauptstadt stelle damit eine Möglichkeit dar, in die Region zu investieren. 
 

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Veranstaltungen und Termine - was bisher geschah

Kulturhauptstadtforum: Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt

Am 22. und 23. Juni 2017 wurde in Hildesheim ein erster Grundstein gelegt für einen regelmäßigen Austausch zwischen den deutschen Bewerberstädten um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“. ...mehr

Haben wir den Mut, unsere Stadt neu zu denken?

Warum wollen wir es noch einmal versuchen und welche Chancen haben wir, welche Möglichkeiten birgt eine Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 für Kassel?" Diese Fragestellungen standen im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung zu einer möglichen Bewerbung im Juni 2016 ...mehr
Veröffentlicht am:   11. 12. 2017  

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