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Museum für Sepulkralkultur

Museum für Sepulkralkultur - Collage aus Eingangsschild, Außenansicht und Todeskarikatur; © Museum für Sepulkralkultur
Einzigartig in Deutschland, zeigt das Museum ein breites Spektrum an sepulkralen Objekten: wie Totenhemden, Särge, Kutschen, Trauertrachten und bildliche Darstellungen. Die Dauerpräsentation zeigt historische und aktuelle Exponate zu den Themenbereichen "Tod und Bestattung" sowie "Friedhof und Grabmal" vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Totenkrone; © Museum für Sepulkralkultur Die mit Glaselementen verzierte Totenkrone war für ledig Verstorbene bestimmt, um deren Hochzeit im Tode – ihre Himmlische Hochzeit – zu vollziehen und sichtbar zu besiegeln.

Alles klar? Glas und Tod - 23. Februar bis 13. Mai

Glas gehört zweifelsfrei zu den faszinierendsten Werkstoffen. Glas wirkt filigran und besitzt dadurch eine besondere Ästhetik. Es ist einerseits sehr hart, andererseits leicht zerbrechlich. Zudem kann Glas transparent, aber auch opak sein. Aufgrund all dieser Eigenschaften hat dieses Material eine vielschichtige kulturelle Bedeutung erlangt.

Von transparenten Dingen
und transzendenten Vorstellungen
Das Museum für Sepulkralkultur nimmt die dem Glas innewohnende Faszination zum Anlass, jenem Werkstoff innerhalb der eigenen Sammlung nachzuspüren und ausgewählte Stücke im Rahmen einer Sonderschau zu präsentieren. So kennt die Bestattungskultur zahlreiche Artefakte, bei denen Glas eine Rolle spielt.

Gezeigt werden sowohl historische als auch zeitgenössische Sach- und Gebrauchsgegenstände rund um Glaube, Tod und Bestattung, z.B. für die sog. "Letzte Ölung" oder Reliquienaccessoires. Indem diese Gegenstände mit Glaselementen gestaltet sind, zeugen sie von einer besonderen ideellen Wertigkeit, welche die über sie transportierten Botschaften zusätzlich unterstreichen.

Ferner sind Sammlungsstücke zu sehen, die den rituellen Umgang mit dem Leichnam betreffen.

Kein Lied mehr; © Museum für Sepulkralkultur

Sonderausstellung: Erinnerte Gegenwart

Eine Ausstellung der Künstlerin Marlies Poss anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus‘ am 27. Januar 2018.

Die Münchner Künstlerin Marlies Poss wurde 1944 geboren. Großmutter und Mutter waren zu diesem Zeitpunkt als jüdische Frauen untergetaucht, ihre Großtante Berthie Philipp war von Hamburg aus in das KZ Theresienstadt verschleppt worden.

So ist in der Biographie der Künstlerin eine persönliche Spur gelegt zu einem bewegenden Thema: Vergessenes jüdisches Leben erinnern und heutiges Bewusstsein wecken, lebendiges Vergegenwärtigen. Marlies Poss kombiniert für die Ausstellung Dokumente ihrer Großtante und anderer Holocaust-Überlebender mit eigenen Installationen. Sie schuf zarte Werke aus zerbrechlichen, vergänglichen Materialien, die den kindlichen Eindruck und den Schrecken vor dieser Familiengeschichte spürbar machen.

Die Ausstellung ist von Donnerstag, 25. Januar bis Sonntag, 13. Mai 2018 zu sehen.

Ausstellungsplakat Regret ; © Kunsthochschule Kassel / Museum für Sepulkralkultur

Sonderausstellung: REGRET

Studierende der Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel zeigen Dinge, die sie bedauern.

Zu sehen vom 2. Dezember 2017 bis 4. März 2018

Wenn am Ende des Lebens der Fokus auf zu viel Arbeit und zu wenig Familie lag, nicht genug Freude gespürt wurde, falsche Prioritäten gesetzt oder der eigenen Intuition misstraut wurde, dann ist es oftmals der Gedanke der Reue, der im Moment der Erkenntnis an der Seele nagt.

Das Projekt ‘REGRET’ entstand in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule Kassel anlässlich des 25-jährigen Jubiläum des Museums. Unter der Leitung von Professorin Martina Bramkamp recherchierten und entwickelten Studierende der Trickfilmklasse  Konzepte, die sich individuell auf das Thema "Dinge, die wir bedauern" beziehen.

Es werden künstlerische Arbeiten als Zeitdokumente vorgestellt, die sich in die Dauerausstellung in Form von Filmen, Bewegtbildarbeiten, Hörspielen und einer Diashow integrieren.

Särge im Museum für Sepulkralkultur; © Stadt Kassel; Foto: Stephan Kaiser

Vom Umgang mit "den letzten Dingen"

Das Museum wurde 1992 in Kassel eröffnet. Sein Ziel ist es, Kontinuität und Wandel im Umgang mit den letzten Dingen zu veranschaulichen und das gesellschaftlich oft verdrängte Erlebnis des Todes wieder ins Bewusstsein zu rücken.

Die Dauerausstellung zeigt Zeugnisse der Bestattungs-, Friedhofs- und Trauerkultur im deutschsprachigen Raum vom Mittelalter bis heute. Die wechselnden Sonderausstellungen zeigen einzelne kulturhistorisch herausragende Aspekte, beschäftigen sich aber auch mit aktuellen Themen.

Kontakt

Institution: Museum für Sepulkralkultur
Telefon: +49 561 91893-0
Telefax: +49 561 91893-10
Anschrift: Weinbergstraße 25-27
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan
Internet: www.sepulkralmuseum.de

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag: 10 bis 17 Uhr
Mittwoch: 10 bis 20 Uhr / immer um 18 Uhr öffentliche Führung
Donnerstag: 10 bis 17 Uhr
Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag: 10 bis 17 Uhr
Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene: 6,00 Euro
Ermäßigt: 4,00 Euro
Freier Eintritt: Kinder unter 6 Jahren, Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. sowie der ICOM, Kasseler Kulturticket
am ersten Mittwoch im Monat von 17 bis 20 Uhr
Arbeitslose:: 2,50 Euro
Familienkarte:: 10,00 Euro - max. 2 Erwachsene und Kinder unter 16 Jahren
Veröffentlicht am:   11. 11. 2015  


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