www.kassel.de
Logo: Stadt Kassel

Bald wieder Tapetenmuseum in Kassel

Visualisierung Außenfassade Deutsches Tapetenmuseum; © Harry Gugger Studio Ltd Basel
Mit dem Neubau wird die Museumslandschaft Kassels um einen selbstbewussten Museumsbau ergänzt, der sich dennoch harmonisch an dem Ort einfügt. Das Museumquartier wird dadurch noch stärker ins Bewusstsein der Besucherinnen und Besucher rücken und das Kulturleben auch weit über die Region hinaus bereichern.


Übernahmevertrag der Sammlung unterzeichnet / Architektenwettbewerb abgeschlossen

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat am Donnerstag, 30. November 2017 den Vertrag zur Übernahme der Sammlung des Vereins Deutsches Tapetenmuseum e.V. unterzeichnet und die Ergebnisse des abgeschlossenen Architektenwettbewerbs für den Neubau des Deutschen Tapetenmuseums vorgestellt. Mit der Unterzeichnung des Übernahmevertrags befindet sich die Sammlung nun im Eigentum des Landes Hessen. Die Sammlung umfasst etwa 23.000 Objekte. Darunter befinden sich eine Vielzahl besonderer und weltweit einmaliger Tapeten, wie etwa Goldledertapeten, Flock-, Leinwand- und Wachstuchtapeten bis hin zu bemaltem und bedrucktem Papier ab dem 17. Jahrhundert bis in die Moderne.

Visualisierung eines Innenraums Deutsches Tapetenmusuem; © Harry Gugger Studio Ltd Basel

Weg frei für den Neubau

Viele Jahrzehnte war der Verein "Deutsches Tapetenmuseum e.V. Kassel" Träger der Sammlung und hat sich für den Erhalt des wertvollen Kulturerbes engagiert. Durch die Übernahme der kulturgeschichtlich einzigartigen Sammlung wird der Weg für die Investition des Landes in den Neubau freigemacht.

Siegerentwurf kommt aus der Schweiz
Das überzeugendste Konzept für das neue, einzigartige Deutsche Tapetenmuseum – Museum für Raumkunst kommt vom Büro Harry Gugger Studio Ltd. aus Basel.  Das Konzept des Museums wird als ergänzendes Museumsgebäude gegenüber vom Hessischen Landesmuseum und den weiteren innerstädtischen Museen die Museumslandschaft Kassels auf das Beste ergänzen.

Fertigstellung bis 2023 geplant
Das Land Hessen hatte den Architektenwettbewerb ausgelobt, um zu einem Ergebnis zu kommen, das den vielfältigen Ansprüchen an das zukünftige Museumsgebäude Rechnung trägt. Das Gebäude umfasst Ausstellungsflächen, Depotflächen, Räume für die Museumspädagogik sowie Haustechnik- und Verwaltungsräume mit insgesamt rund 3.000 Quadratmetern. Zudem sind die denkmalgeschützte nördliche Torwache, und das im Übergang von der Torwache zum VGH-Gebäude eingebaute Treppenhaus mit seinen Nebenräumen in das neue Gebäude zu integrieren. Die Wohnung von Jakob, Wilhelm und Lotte Grimm, die sich von 1812 bis 1822 in der Torwache befand, soll in einer freien Rekonstruktion dieser Wohnsituation, die sich inhaltlich auch sehr gut mit dem "Deutschen Tapetenmuseum – Museum für Raumkunst" verbinden lässt, gezeigt werden.

Arbeiten werden ausgestellt
Dem Wettbewerb schließt sich jetzt ein weiteres Verhandlungsverfahren nach Vergabeverordnung an, bei dem die endgültige Entscheidung für den auszuführenden Entwurf unter den Preisträgern fällt. Nach der Entscheidung beginnt die Planungs- und Genehmigungsphase.

Die Arbeiten der Wettbewerbsteilnehmer werden vom 1. bis zum 17. Dezember 2017 im Antikensaal des Hessischen Landesmuseums Kassel öffentlich ausgestellt.

1. Preis: Harry Gugger Studio Ltd. aus Basel (Ch)
2. Preis: JSWD Architekten GmbH & Co. KG aus Köln
3. Preis: Bewerbergemeinschaft Heine Mildner Architekten / Brunhart Brunner Kranz Architekten mbH aus Dresden/Lichtenstein (Li)

 

Weitere Infos

Veröffentlicht am:   01. 12. 2017  


Service

Social Media