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Kulturpreis Deutsche Sprache

Der Kulturpreis Deutsche Sprache 2017 geht an Norbert Lammert, das Projekt „Klasse! Wir singen“ des gemeinnützigen Vereins Singen e.V. und das Sprachmagazin „Sozusagen!“ des Bayerischen Rundfunks.

Porträtfoto von Norbert Lammert; © Foto: Achim Melde Prof. Dr. Norbert Lammert; (c) Foto: Achim Melde

Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache

Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, wird für seine Verdienste um die deutsche Sprache mit dem Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache ausgezeichnet. Er ist mit 30.000 Euro dotiert. Norbert Lammert bekommt diesen Preis für die beispielhafte sprachliche Qualität, die seine Reden aufweisen, ebenso dafür, dass für ihn die grundlegende Bedeutung der deutschen Sprache für unser Gemeinwesen stets eine Leitlinie seines politischen Handelns war. Norbert Lammert beherrscht nach Ansicht der Jury die Kunst des politischen Argumentierens in Rede und Gegenrede wie kaum ein zweiter, und er hat sich vielfach für die Stärkung der deutschen Sprache in der Politik und den Wissenschaften eingesetzt. Das Deutsche als sprecherreichste Sprache der EU hat er mehrfach gegen Zurücksetzungen verteidigt, und er unterstützt die Initiative, das Deutsche als Landessprache im Grundgesetz zu verankern.

Der Kölner Germanist Prof. Dr. Günther Blamberger wird die Lobrede auf den Preisträger halten. Den Jacob-Grimm-Preis erhielten bisher u. a. Udo Lindenberg, Cornelia Funke, Nora Gomringer, Günter de Bruyn, Loriot, Ulrich Tukur, Dieter Nuhr, Prinz Asfa-Wossen Asserate, Katharina Thalbach und Christian Meier (auf den Norbert Lammert 2003 die Lobrede hielt).


Initiativpreis Deutsche Sprache
Den mit 5.000 Euro dotierten Initiativpreis Deutsche Sprache erhält das Projekt „Klasse! Wir singen“ des gemeinnützigen Vereins Singen e.V. Gewürdigt wird mit dieser Wahl der gesamtgesellschaftliche Ansatz des Projekts, Familien und Kinder zum gemeinsamen Singen und zur kulturellen Teilhabe zu ermuntern sowie ausländischen Kindern und deren Familien die Integration und den Spracherwerb durch das Singen zu erleichtern. Über 500.000 Schüler und Lehrer füllten bisher mit ihren Konzerten Deutschlands größte Hallen.

Institutionenpreis Deutsche Sprache
Der Institutionenpreis Deutsche Sprache geht an die Sprachsendung „Sozusagen!“ des Bayerischen Rundfunks. Die Jury würdigt die kritische und zugleich behutsame Auseinandersetzung mit aktuellen Sprachmoden. Ohne rechthaberisch aufzutreten, befasst sich die Sendung mit sprachkritischen Themen, um klaren und verständlichen Sprachgebrauch zu fördern. Die Laudatio auf „Sozusagen!“ übernimmt Jurymitglied Dr. Anke Sauter.

Die Preisverleihung findet am Samstag, 11. November 2017 in Kassel statt.

Institution: Kongress Palais Kassel Stadthalle
Anschrift: Friedrich-Ebert-Straße 152
34119 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan
Internet: www.kulturpreis-deutsche-sprache.de
Kongress Palais Kassel Stadthalle; © Kulturpreis Deutsche Sprache

Hintergrund und Geschichte

Im Jahr 2000 wurde auf Initiative der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und des Vereins Deutsche Sprache (Dortmund) der Kulturpreis Deutsche Sprache ins Leben gerufen. Er soll dem Erhalt und der kreativen Entwicklung der deutschen Sprache dienen.

Die erstmalige Verleihung erfolgte im November 2001 in Kassel, der Stadt, in der die Brüder Grimm ihre Arbeiten zur deutschen Grammatik und zum deutschen Wörterbuch begannen. Seitdem wird der Preis jährlich im Herbst in Kassel verleihen. 

Der Kulturpreis stellt sich in die Tradition der deutschen Aufklärung und der Brüder Grimm, deren Sprachkritik und Sprachforschung das Deutsche allen Bevölkerungsschichten zugänglich machen wollte. Er besteht aus drei unterschiedlichen Auszeichnungen und wird jährlich von einer unabhängigen Jury vergeben.

Den mit 30.000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache erhielt 2016 im die Theaterregisseurin und Schauspielerin Katharina Thalbach , der Initiativpreis ging an das Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ in Dormagen und das Projekt „DeutschSommer“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt erhielt den Institutionenpreis.

Veröffentlicht am:   21. 08. 2017  

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